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Förderschwerpunkt: Sprache

1. Zu der Abteilung Förderschwerpunkt Sprache zählen Schüler, bei denen im Zuge eines AO-SF* Defizite im Gebrauch der Sprache diagnostiziert wurden. Diese können sein:

  • Sprachentwicklungsstörungen, wie z. B.
          * fehlerhaftes Bilden, Auslassen und/oder Ersetzen von Lauten
          * Stammeln (Dyslalie)
          * fehlerhafte Grammatik, Satzbildung (Dysgrammatismus)
  • Störungen des Redeflusses (Stottern)
  • zu schnelles Sprechtempo und/oder Auslassung von Silben oder Wörtern (Poltern)
  • Sprechverweigerung und Schweigen (Stummheit/Mutismus)

2. Inhalte und Methoden der schulischen Förderung sind u. a.:

  • Unterricht nach den Rahmenrichtlinien der Grundschule
  • Sprech- und Sprachtherapie in Einzel- bzw. Kleinstgruppensituationen (ca. 3-4 mal pro Woche) in den Ebenen:
          * Artikulationsförderung
          * Begriffsbildung und Wortschatz
          * Wort- u. Satzbildung
          * Sprachgebrauch
  • therapieimmanenter Unterricht, d.h. Aufgreifen von Inhalten der Sprachtherapie im Unterricht
  • handelnder Unterricht (auch Textil, Kochen, Werken)
  • spezielle sporttherapeutische Angebote, wie Psychomotorik, heilpädagogisches Voltigieren und Schwimmen
  • feste Rituale und Regeln
  • Ruhe und Entspannungsübungen

3. Die sonderpädagogische Förderung findet durch Sonderschullehrer mit der Fachrichtung Sprachbehinderung in den  Räumlichkeiten der Johannes-Grundschule (Schützenstraße 112)  statt. Die Nähe zu Grundschulkindern und deren Unterricht ermöglicht eine Kooperation zwischen den Kindern, Lehrern und sogenannten Partnerklassen.

 

AO-SF = Verfahren zur Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs (kann von der Schule oder den Erziehungsberechtigten beantragt werden)

 

 

Am Ende eines jeden Schuljahres wird überprüft, ob weiterhin Förderbedarf besteht und der Schüler somit in der Förderschule verbleibt oder aber in die Regelschule zurückgeschult werden kann. 

 

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